4./5. Feb. 2017 Taz.nord Bremen – Psychiatrie 2.0 zum stehen gekommen

Auch die TAZ berichtet in vier Sonderseiten über die massive Kritik an der Bremer Psychiatrie. Es ist ein umfassender Bericht über den Stillstand in der Psychiatriereform geworden die ja vor Zeiten unter dem Motto „Psychiatrie 2.0 – Psychiatrie in Bewegung angetreten war“

Die aktuelle Resignation derer die sich für Veränderungen seit mehrern Jahren engagieren wird sehr passend wiedergegeben. Die Artikel sind hervorragend recherchiert und fassen die aktuelle Situation sehr sachlich und sehr genau zusammen. Eine Zusammenfassung, wie wir sie mit unseren Mitteln selbst niemals hätten erstellen können.

Durch die psychiatriekritische Gruppe, die sich ausgelöst durch den Prozess um Meike S. sehr stark engagier hatte, sind zusätzlich zur „Normalpsychiatrie“ auch sehr viele Beschwerden über die Zustände in der Forensik bekannt geworden.

Hier die Links auf die Online-TAZ mit den 4 Artikeln . Alle in der „taz.am Wochenende,“ vom 4. 2. 2017
( es kann evtl. ein Fenster vor dem Artikel liegen. Klickt dann auf „bin schon dabei“)

  • Reformgeist erloschen

    Vor vier Jahren votierte die Bremische Bürgerschaft einstimmig für eine Reform der psychiatrischen Unterbringung. Inzwischen ist der Elan größtenteils versackt, die Beteiligten scheinen überfordert oder desinteressiert.
    Jan-Paul Koopmann, S. 53 taz.nord
    https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5377700&s=koopmann&SuchRahmen=Print/

  • „Es muss sich dringend etwas ändern“

    Die Grünen-Politikerin Kirsten Kappert-Gonther war eine treibende Kraft hinter der 2013 beschlossenen Psychiatrie-Reform in Bremen. Damals, sagt sie, herrschte in Bremen Aufbruchstimmung
    Karolina Meyer-Schilf, S. 55 taz.nord
    https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5377662&s=bremen&SuchRahmen=Print/

  • Die Manie der Frau S.

    Besonders schlimm ist, dass auch die Rechtsprechung keinen Schutz bietet. Die Richter müssten sich mehr mit den Betroffenen persönlich Auseinandersetzen und weniger den Gutachtern vertrauen. Um einmal für gerechtere Verhältnisse in der Forensik zu sorgen, aber auch bei mehr Wissen über ambulante Therapieansätze dazu beizutragen, die Anzahl der Zwangseinweisungen zu reduzieren.
    Jan Zier, S. 56-57 taz.nord
    https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5377716&s=bremen&SuchRahmen=Print/

  • Kritik bleibt unerwünscht

    Nach unserer Meinung wäre der effizienteste nächste Schritt die Einstellung weiterer hauptamtlichen Fürsprecher*innen an allen Bremer Kliniken und auch den anderen Trägern des Hilfesystems. Die Arbeit der derzeit Aktiven am KBO zeigt, dass sich das Klima auf den Stationen deutlich verbessert soweit dem nicht räumliche Gegebenheiten und Personalmangel entgegenstehen. Die Unabhängige Fürsprache und Beschwerdestelle wird dann aber immer noch dringend gebraucht für zusammenfassende Berichte, die Koordination dieser Fürsprecher, übergreifende Problematiken, Brüche, Nachsorge, niedergelassene usw.
    Jan-Paul Koopmann, S. 56 taz.nord
    https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5377719&s=kritik+bleibt+unerw%C3%BCnscht&SuchRahmen=Print/

 

 

 

 

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