7. Feb. 2017 Reaktion der Gesundheitssenatorin

Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben. Aber der mutige Einsatz von Detlef und Gerlinde hat nun endlich etwas bewirkt. Fixierungen, Sedierungen und mindestens zwei Suizide sorgen für eine erneute Diskussion um die Zustände im Klinikum Bremen-Ost. Die Klinikleitung bestätigt die Einschätzung der Patientenfürsprecher. Auch die erneuten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Suizids von Melissa B. tragen zu dem negativen Bild bei.

Nun reagiert Gesundheitssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) mit mehr Personal und Transparenz. Sie zeigte sich angesichts der massiven Vorwürfe von Patienten besorgt und kündigte am Dienstag in der Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz stärkere Kontrollen an. Solche beklagenswerten Vorkommnisse sollen nicht mehr auftreten und wenn doch, dann sollten sie so zeitnah aufgearbeitet werden, dass Schäden von den Patienten weitestgehend abgehalten werden können.

Das Konzept zu Weiterentwicklung der Psychiatrie am Klinikum Bremen Ost liegt nun endlich vor. Wir müssen jetzt in den Gremien darauf achten, dass es gemeinsam weiterentwickelt werden kann. Mit dem Ziel, tatsächlich zu einer wirksamen Ambulantisierung mit Krisendienst, Behandlung zu Hause und einer funktionierenden Kooperation im Sinne der Patienten zu kommen. Als nach unserer Meinung wirksamstes Mittel zur Qualitätskontrolle muss es außerdem an allen Kliniken und für alle psychiatrischen Einrichtungen in Bremen eine ausreichende Anzahl angemessen bezahlter Fürsprecher geben. Auch die schon lange geforderte aber von der Senatorin immer noch nicht für nötig befundenen Unabhängigen Fürsprache und Beschwerdestelle (UFB).

Hier noch einige Links zu Artikeln mit der Vorgeschichte:

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